SORA specific category nach EASA

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Bildquelle: h-aeroEASA Concept Drones

Die EASA hat in den Veröffentlichungen zum Koncept für Drohnen eine Kategorie an UAS Einsätze definiert, welche die niedrigsten Anforderungen an Auflagen und Genehmigungen mit sich bringen, da das offensichtliche Risko in der Luft und am Boden sehr gering ist.

Geplante spezifische Kategorie für UAS

Die spezifische Kategorie sollte UAS Einsätze abdecken, die nicht den Merkmalen der offenen Kategorie entsprechen, bei denen ein gewisses Risiko durch zusätzliche Betriebsbeschränkungen oder höhere Fähigkeiten der beteiligten Ausrüstung und des Personals verringert werden muss.
Der Betreiber sollte eine Bewertung des Sicherheitsrisikos vornehmen und Maßnahmen zu deren Abschwächung identifizieren, die von der nationalen Luftfahrtbehörde überprüft und genehmigt werden.

Für die spezifische Kategorie wird eine „Operations Authorization“ (OA) entweder von den nationalen Luftfahrtbehörden (National Aviation Authorities NAA) ausgestellt, die möglicherweise für technische Aufgaben durch Qualified Entities (QE) wie in der EASA Basic Regulation definiert sind, oder von einer speziell zugelassenen Organisation. Eine solche Organisation könnte als akkreditierte Organisation bezeichnet werden (um von einer qualifizierten Einheit zu unterscheiden) und hätte die Möglichkeit, Rechtsakte wie die Erteilung der Genehmigung durchzuführen.

Wenn ein UAS-Einsatz ein höheres Luftfahrtrisiko für die überflogenen Personen oder den benutzten Gebieten des Luftraums mit sich bringt, würde der UAS Einsatz in eine Specific Category eingeordnet werden. Bei diesen UAS Einsätzen würde jeder einzelne Luftfahrtrisiko vor Beginn des UAS-Einsatzes auf der Grundlage einer Bewertung des Sicherheitsrisikos von den Luftfahrt Behörden bewertet werden. Dies würde durch die Erteilung einer Ermächtigung erfolgen.

Diese Option könnte einen Wechsel in der EASA Basic Regulation erfordern. Die OA sollte klar die spezifischen Bedingungen und Einschränkungen für die beabsichtigte Operation angeben und kann dazu dienen, ein Ereignis oder eine Reihe von Operationen unter bestimmten Bedingungen zuzulassen.
Die Sicherheitsrisikobeurteilung sollte sich auf die Lufttüchtigkeit, den Betrieb der Umgebung, die Kompetenz der beteiligten Personen und Organisationen sowie auf die Luftraumaspekte beziehen und auf der Grundlage von JARUS WG-7 oder FOCA-GALLO (Leitfaden für die Zulassung für Low Level Operation).

Das Mindestmaß an Sicherheit für die Lufttüchtigkeit wird auf den Ergebnissen der SORA-Bewertung beruhen. Sie kann durch die Einhaltung akzeptabler Industriestandards definiert und demonstriert werden. Es kann akzeptabel sein, bestimmte Lufttüchtigkeits Risikofaktoren durch operationelle Risikominderungsfaktoren zu kompensieren (spezifische Beschränkungen des Betriebs, besondere Qualifikationen für das Personal usw.). Umgekehrt kann das Ergebnis der Bewertung in einigen Fällen eine Zertifizierung der Drohne oder spezifischer Funktionen (z. b. Sicherheitseinrichtungen) durch die zuständige Behörde erfordern. Daher könnte die Erteilung von entsprechenden Zulassungen an die Lieferanten auf deren Ersuchen die Sicherheitsrisikobewertung der Betreiber vereinfachen und es dem Betreiber ermöglichen, ihren Tätigkeitsbereich zu erweitern.
Die Lufttüchtigkeits Prüfung ist eng mit dem operationellen Umfeld und den Verfahren verbunden; z. b. der Betrieb in der Nähe von Massen kann akzeptabel sein, wenn das Fahrzeug hat einige zusätzliche Funktionalität (z.B. automatische Verlust von Link-Verfahren, Stoßenergie Begrenzung Geräte) und die Betriebsabläufe sind ausreichend.
Die erforderliche Kompetenz der beteiligten Mitarbeiter wird auch auf der Grundlage der Sicherheitsrisikobewertung festgelegt. Sie könnte von der spezifischen Ausbildung bis zur EASA-Lizenz reichen. Es können Standards für die Beurteilung von Piloten und Mitarbeitern entwickelt werden, auf deren Grundlage diese Mitarbeiter eine Grundkompetenz nachweisen können. Zur Festlegung der Betriebsabläufe, des erforderlichen Luft tüchtigkeits Niveaus und der erforderlichen Kompetenz der beteiligten Mitarbeiter ist ein Betriebshandbuch erforderlich; die Art des Luftraums unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Sicherheitsrisikobewertung.

By | 2018-03-11T21:34:45+00:00 03.03.2018|

About the Author:

Paul Eschbach ist Ingenieur und Wirtschaftsingenieur und berät beruflich Industrieunternehmen und Mittelstand in Themen zu Energie und Effizienz. Fotografie ist in über 30 Jahren zu einem wichtigen weiteren Betätigungsfeld geworden - mit einem Schwerpunkt in der Luftbildfotografie. Im UAV DACH leitet er als Referent die Presse & Öffentlichkeitsarbeit und ist seit 2016 im Verein. Eine eigene Prüfstelle in der DE.AST.001 für den Kenntnisnachweis bringt den fachlichen Einblick in die UAV DACH Themen. Sprechen Sie mich gerne an - paul.eschbach@uavdach.org.