SORA open category nach EASA

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EASA Concept Drones

Die EASA hat in den Veröffentlichungen zum Koncept für Drohnen eine Kategorie an UAS Einsätze definiert, welche die niedrigsten Anforderungen an Auflagen und Genehmigungen mit sich bringen, da das offensichtliche Risko in der Luft und am Boden sehr gering ist.

Geplante offene Kategorie für UAS

Die offene Kategorie ist für UAS Einsätze mit sehr geringem Risiko gedacht, also ohne Beteiligung der Luftfahrtbehörden, auch für den gewerblichen Betrieb. Es wird keine Lufttüchtigkeitsgenehmigung vorgesehen und es gibt auch keine Genehmigungen oder Lizenzen für Betreiber und Piloten. Es ist so konzipiert, dass einfache Operationen und für SME konzipiert, um Erfahrung im UAS Einsatz aufbauen zu können. Die Gefährdung anderer Luftraumnutzer wird durch die Separierung, also räumliche Trennung mit den bemannten Luftfahrt erreicht.

Für das UAS sind folgende Einsatzparameter vorgesehen:

  • Flug unter Sichtbedingungen in der Sichtlinie (VLOS bis 500 Abstand)
  • Flug bei einer Einsatzhöhe unterhalb von 150 m über Grund oder Waser
  • Flug außerhalb von reservierten Gebieten (Flughafen, Umwelt, Sicherheit)

Das Risiko für die Menschen vor Ort wird durch die Verwendung von Luftfahrtgeräten mit niedrigem Energieeintrag und  durch die Festlegung von Mindestabständen in Bezug auf die Menschen auf dem Boden gemildert. Flüge über Massen sind verboten, aber Flüge über Personen, die nicht mit dem Betrieb in Städten oder besiedelten Gebieten in Verbindung stehen, sind erlaubt.

Die offene Kategorie für den UAS Betrieb kann durch die Polizei überwacht werden, und erfordert keine Genehmigung durch Luftfahrtbehörden. Diese Gruppe an UAS Operationen würde nur einem minimalen Luftfahrtregulierungssystem unterworfen werden, die Fokussierung liegt hier hauptsächlich auf der Festlegung der Betriebsgrenzen der UAS Einsätze.

Auch wenn keine Lufttüchtigkeitszulassung erforderlich ist, müssen geltende Industriestandards angewandt werden. Drohnen sind bereits heute auf dem Markt mit einer Reihe von Sicherheitsfeatures wie Fallschirme und/oder Minderung von Fehlern durch Software und Redundanz. In besiedelten Gebieten müssen Drohnen mit einem akzeptablen Industrie Standard (z.B. EN) konform sein, der angemessene Sicherheitsmaßnahmen erfordert, wie z.B. Unterstützung des Drohnen Betreibers, um die maximale Höhe zu respektieren und/oder außerhalb bestimmter reservierter Bereiche zu bleiben. Darüber hinaus ist es ratsam, eine maximale Massengrenze für Operationen in besiedelten Gebieten vorzusehen. 

By | 2018-03-03T23:24:25+00:00 03.03.2018|

About the Author:

Paul Eschbach ist Ingenieur und Wirtschaftsingenieur und berät beruflich Industrieunternehmen und Mittelstand in Themen zu Energie und Effizienz. Fotografie ist in über 30 Jahren zu einem wichtigen weiteren Betätigungsfeld geworden - mit einem Schwerpunkt in der Luftbildfotografie. Im UAV DACH leitet er als Referent die Presse & Öffentlichkeitsarbeit und ist seit 2016 im Verein. Eine eigene Prüfstelle in der DE.AST.001 für den Kenntnisnachweis bringt den fachlichen Einblick in die UAV DACH Themen. Sprechen Sie mich gerne an - paul.eschbach@uavdach.org.